Natürlich möchten Sie Ihre Hühner gesund und fit halten. Also tun Sie alles dafür, sie vor Krankheiten zu schützen. Doch was sind die am häufigsten auftretenden Krankheiten bei Hühnern? Wie können Sie Gesundheitsprobleme erkennen? Und wie können Sie dazu beitragen, diese zu vermeiden?
Blutlaus oder rote Vogelmilbe
Was ist das?
Blutläuse sind ca. einen halben Millimeter große Milben, die in warmer und feuchter Atmosphäre gedeihen. Blutläuse trinken, wie es der Name bereits sagt, das Blut des Huhns. Dies verursacht Juckreiz. In extremen Fällen können Hühner durch Blutarmut sterben. Die Tierchen können auch andere Krankheiten übertragen.
Wie können Sie diese Probleme vermeiden?
Behandeln Sie den Hühnerstall mit einem Spray, um einen Befall zu bekämpfen. Blutläuse finden Sie vor allem in Hühnerställen aus Holz. Ein Hühnerstall aus Kunststoff kann dementsprechend auch eine Lösung sein, um die Gesundheit Ihrer Hühner zu gewährleisten.
Kokzidiose
Was ist das?
Kokzidiose ist eine potentiell tödliche Darminfektion, die durch Darmparasiten verursacht wird. Hierdurch nimmt der Darm kaum noch Nährstoffe auf und entsteht (manchmal blutiger) Durchfall. Glücklicherweise gibt es Medikamente gegen diese Erkrankung.
Wie können Sie diese Probleme vermeiden?
Vor allem nasse Stellen rund um das Trinkgefäß sind Infektionsquellen. Darüber hinaus können Fäkalien von infizierten Tieren andere Hühner krank machen. Ein sauberer, trockener, hygienischer Stall ist dementsprechend ein erster, großer Schritt, um die Infektion und alle dadurch verursachten Gesundheitsprobleme zu vermeiden.
Würmer
Was ist das?
Hühner nehmen die Eier oder Larven von Würmern auf, indem sie z.B. eine infizierte Fliege fressen. Die Eier entwickeln sich im Huhn – meistens im Darm – und kommen über den Stuhlgang wieder nach draußen. Dieser Stuhlgang bildet wiederum eine Infektionsquelle für die anderen Hühner. Ein Huhn mit Würmern hört auf Eier zu legen, bekommt Durchfall und nimmt an Gewicht ab. Der Ausgang kann tödlich sein.
Wie können Sie diese Probleme vermeiden?
Vorsicht ist besser als Nachsicht. Durch regelmäßiges Entwurmen der Hühner können Sie eine Wurminfektion abwenden. Informieren Sie sich bei Ihrem Tierarzt. Kommt es trotzdem zu einer Infektion? Setzen Sie Ihre Hühner dann jeden Tag an eine andere Stelle, damit sie nicht mehr mit den durch Eier infizierten Fäkalien in Kontakt kommen.
Rotznase
Was ist das?
Bei Hühnern ist eine Rotznase eigentlich eine Ansteckung der Nasenhöhle, verursacht durch Bakterien. Wenn es schlecht läuft, kann die Entzündung bis in die Lungen gehen, wobei es zu Problemen bei der Atmung kommt. Eine Rotznase ist sehr ansteckend.
Wie können Sie diese Probleme vermeiden?
Vor allem Hühner mit geringerer Widerstandskraft sind anfälliger für eine Rotznase. Geben Sie Qualitätsfutter, sorgen Sie für Belüftung und halten Sie nicht zu viele Hühner auf engem Raum. Da diese Krankheit zu den bakteriellen Erkrankungen gehört, kann Antibiotika bei der Genesung Ihrer Hühner helfen.
Kalkbeine
Was ist das?
Kalkbeine entstehen durch eine Infektion mit der mikroskopischen Krätzmilbe. Die Pfoten der Hühner schwellen an und jucken. Nach ein paar Monaten stehen die Schuppen weiter auseinander. Die Fäkalien der Milben sammeln sich zwischen den Schuppen. Dadurch entzündet sich der Fuß und blutet. In schlimmen Fällen kann das Huhn nicht mehr laufen.
Wie können Sie diese Probleme vermeiden?
Halten Sie den Hühnerstall für die Gesundheit Ihrer Tiere trocken und gut belüftet. Sie können diesen auch präventiv desinfizieren.
Federlaus
Was ist das?
Die Federlaus nistet sich an der Basis des Federschachts ein, wo das Tierchen Irritationen verursacht. Aufgrund des Juckreizes wird das Huhn seine eigenen Federn ausrupfen. Es entstehen Krusten auf der Haut, das Huhn kann an Gewicht abnehmen und weniger Eier legen.
Wie können Sie diese Probleme vermeiden?
Diese Gesundheitsprobleme beschränken sich oft auf nur ein Huhn, aber Federläuse sind schwer zu bekämpfen, wenn das Tier erst einmal befallen ist. Desinfizieren Sie den Stall regelmäßig, um das Infektionsrisiko auf ein Minimum zu beschränken. Geben Sie den Hühnern außerdem die Möglichkeit, ein Staubbad zu nehmen: Der Staub erstickt die Läuse.