Trichomonose

Trichomonose (Trichomonas columbae) ist eine sehr ansteckende Erkrankung, die sehr häufig bei Sporttauben vorkommt. Sie wird von einem einzelligen Parasiten oder Flagellat verursacht, der sich in der Kehle, dem Kropf und der Speiseröhre einnistet, wodurch zahlreiche andere Krankheiten die Gelegenheit haben, einzudringen. Daher wird sie auch „Mutter vieler anderen Krankheiten” genannt.

Bei einer leichten Infektion ist lediglich ein Konditionsabbau und eine erhöhte Schleimproduktion im Rachenraum auffallend. In ernsten Fällen jedoch werden gelbliche Geschwülste im Rachenraum mit zuweilen Sterben als Folge angetroffen.

Bei Jungtauben im Nest kann dieser Trichomonas-Parasit auch Nabelinfektionen verursachen, die zu einer irreversiblen Schädigung der Leber führen. Im Gegensatz zur Coccidiose kann die Taube keine Immunität gegen diesen Parasiten aufbauen und muss selbst bei der geringsten Infektion radikal behandelt werden.

Es gibt drei verschiedene Infektionswege, über die sich die Krankheit verbreitet:

  • wenn die Elterntiere die Jungtauben füttern,
  • über direkten Kontakt mit infizierten Tauben (im Korb),
  • durch das Trinken von infiziertem gemeinsamen Wasser.

Krankheitsbild

  • Schlechte Flugleistungen
  • Verdauungsstörungen (wässeriger Kot)
  • Atmungsprobleme
  • Gelber Belag im Schnabel
  • Wachstumsverzögerung und Konditionsverlust
  • Schädigung der Leber

Behandlung und Prävention

Um diese Krankheit unter Kontrolle zu halten, ist es ratsam, den Tauben in regelmäßigen Abständen eine Behandlung zu geben, wie zum Beispiel:

  • Während der Brutzeit, da die Jungen im Nest am anfälligsten für eine Trichomonasinfektion sind
  • Zu Beginn der Rennsaison, um mit gesunden und trichomonasfreien Tauben starten zu können
  • Bei den Jungtauben etwa zwei Wochen nach dem Absetzen, wenn alle Jungtauben gut fressen und trinken. Auf diese Weise sind die Jungen sicher gesund, wenn sie ihre ersten Erkundungen machen.

Wichtige Tipps:

  • Wenn neue Tauben eingeführt werden, ist es ratsam, sie zunächst zu behandeln oder auf Trichomonas untersuchen zu lassen, bevor man sie mit den anderen Tauben zusammenlässt. Auf diese Weise müssen Ihre eigenen Tauben nicht jedes Mal behandelt werden.
  • Bei der Behandlung sind die Dosierung und die Dauer der Behandlung sehr wichtig, um Resistenzen zu vermeiden. Daher ist es am besten, in der Winterzeit und im Frühjahr über Futtermittel oder Tabletten zu behandeln, um die Dosierung zu gewährleisten.
  • Auch eine regelmäßige Ansäuerung des Trinkwassers unterdrückt eine Trichomonasinfektion. Die Zugabe von organischen Säuren, wie z. B. Herbolan, zum Trinkwasser von Jungtauben kann dies positiv beeinflussen.

Holen Sie sich kostenlos den digitalen Wegweiser ‚Programmiertes Siegen‘ !

Der Wegweiser bietet Ihnen praktische Fütterungs- und Pflegepläne sowie exklusive Tipps von erfahrenen Taubenliebhabern.