Möchten Sie Ihre Kaninchen aus dem einen oder anderen Grund an ein anderes Futter gewöhnen? Dann ist es sehr wichtig, dass die Umstellung nicht zu schnell vonstattengeht.
Warum sollten Sie sich für ein anderes Kaninchenfutter entscheiden?
Kaninchenfutter gibt es vor allem in zwei Varianten: Müsli und extrudierte Pellets. Der Nährwert beider Varianten ist gleich: Für welche Sie sich entscheiden, hängt von Ihrer Vorliebe und natürlich von der Ihres Kaninchens ab. Manchmal ist eine Umstellung aber einfach notwendig. Denn mitunter weigern sich allzu wählerische Kaninchen einen Teil ihres Müslis zu fressen, wodurch ihnen essentielle Nährstoffe fehlen. In diesem Fall können Sie auf extrudierte Pellets umstellen.
Warum sollten Sie das Kaninchenfutter schrittweise umstellen?
Kaninchen haben einen sehr empfindlichen Verdauungstrakt, wodurch es sehr oft zu Magen- und Darmproblemen kommt. Eine plötzliche Veränderung des Kaninchenfutters kann die sensible Darmflora stören, wodurch die notwendigen Nährstoffe nicht mehr aufgenommen werden. Die verringerte Darmfunktion kann zu Durchfall führen, was an sich auch wieder schlimme Folgen haben kann.
Darüber hinaus lieben Kaninchen Routine. Sie werden sicherlich merken, wenn Sie ihr Futter verändern und es wird ein wenig Zeit brauchen, bevor sie sich an das neue Müsli oder die extrudierten Pellets gewöhnt haben.
Vorgehensweise für die Umstellung
Bauen Sie die Menge des neuen Futters langsam auf, über einen Zeitraum von ein bis zwei Wochen. Das eine Kaninchen wird das neue Futter etwas schneller akzeptieren als das andere. Das Timing ist keine exakte Wissenschaft, aber eine Woche ist schon das Minimum. Geben Sie Ihrem Kaninchen auch weiterhin sein vertrautes Heu: Das bietet Stabilität und wird das Tier in vielleicht stressigen Phasen beschäftigen.
Beobachten Sie in der Zwischenzeit die Köttel Ihres Kaninchens während der Umstellung. Gibt es ungefähr genauso viele wie vorher? Sind sie weicher als sonst? Fällt Ihnen auf, dass Ihr Kaninchen Durchfall hat oder unter Verstopfung leidet, erhöhen Sie dann zeitweise die Menge des alten Futters, bis der Stuhlgang wieder normal ist.